Am Fürstenberg-Gymnasium feierte die Theater-AG Ende der vorletzten Januarwoche 2026 die Premiere ihres diesjährigen Bühnenstücks „Stirbt Romeo Freitagnachmittags?“. Die Aula der Schule war bis auf den letzten Platz gefüllt, zahlreiche ehemalige Lehrkräfte sowie Abiturienten vergangener Jahrgänge waren unter den Zuschauern und sorgten für eine besondere Premierenatmosphäre.
Seit dem vergangenen Herbst hatten die Regisseure Klaus Tegtmeier und Julia Kiefer intensiv mit der Schauspieltruppe gearbeitet. Das Ensemble brachte eine moderne, schülernahe Adaption des Romeo-und-Julia-Stoffes auf die Bühne, angesiedelt im schulischen Alltag: Ausgangspunkt ist ein Freitagnachmittag in der Hausaufgabenbetreuung der Unterstufe, der zunächst von Langeweile geprägt ist. Diese endet abrupt, als mehrere Mittelstufenschüler zum Nachsitzen erscheinen und im Rahmen eines Sozialprojekts gemeinsam mit den Jüngeren eine zeitgemäße Fassung von „Romeo und Julia“ auf die Beine stellen sollen.
Was als pädagogische Maßnahme beginnt, sollte sich rasch zu einer Herausforderung entwickeln: Rivalitäten, Gruppenkonflikte und verhärtete Fronten innerhalb der Gruppe erschweren die Zusammenarbeit erheblich. Das Stück verknüpft - ganz „Spiel im Spiel“ - die Proben zu diesem eigentümlichen Theaterprojekt geschickt mit den persönlichen Auseinandersetzungen der Beteiligten und stellt immer wieder die Frage, ob unter solchen Voraussetzungen ein gemeinsames Gelingen möglich ist.
Mit schnellen Szenenwechseln, pointierten Dialogen und viel Humor schlägt die Inszenierung eine Brücke zwischen dem literarischen Klassiker und dem schulischen Alltag. Dabei wird deutlich, dass Themen wie Ausgrenzung, Freundschaft, Verantwortung und Versöhnung zeitlos sind – und auch heute noch Jugendliche unmittelbar betreffen.
Das Publikum honorierte die engagierte Leistung der Schülerinnen und Schüler mit lang anhaltendem Applaus. Besonders die dynamische Spielweise, das Tempo der Szenen sowie die Nähe zur Lebenswelt junger Menschen überzeugten. Auch die intensive Probenarbeit der vergangenen Wochen war der Aufführung anzumerken. Am Ende der Premiere richtete Regisseurin Julia Kiefer warme Dankesworte an das Ensemble: „Die Schülerinnen und Schüler haben mit großem Einsatz, Offenheit und Mut gearbeitet“. Es sei wieder beeindruckend zu sehen gewesen, wie die Gymnasiasten gemeinsam gewachsen seien und dieses Stück mit so viel Spielfreude auf die Bühne gebracht hätten.







