Einen besonderen Einblick in die Welt der Sportmedizin erhielten Ende Februar unsere Schülerinnen und Schüler des KS1-Leistungsfachs Sport. Gemeinsam mit ihrem Kurslehrer Daniel Hornuß besuchten zwölf Gymnasiasten das sportmedizinische Institut an der Uni Freiburg, wo sie eine professionelle Leistungsdiagnostik aus nächster Nähe miterleben konnten.
Im Mittelpunkt der Exkursion stand die Untersuchung der Ausdauerfähigkeit eines zufällig ausgewählten Schülers aus dem Kurs. Auf einem Laufband absolvierte er einen sogenannten Stufentest: Alle drei Minuten wurde die Geschwindigkeit um zwei Kilometer pro Stunde erhöht. Während der Belastung wurde kontinuierlich der Puls gemessen. Zusätzlich entnahmen die Wissenschaftler in den kurzen Pausen kleine Blutproben am Ohr, um den Laktatwert zu bestimmen. Auf dieser Grundlage lässt sich die individuelle Ausdauerleistung bestimmen und ableiten, in welchen Belastungsbereichen ein gezieltes Training besonders effektiv ist.
Für die Donaueschinger Schülergruppe bot sich damit die seltene Gelegenheit, die im Unterricht behandelten Inhalte unmittelbar in der Praxis zu erleben. Nach der Untersuchung wurden die Ergebnisse gemeinsam mit einem Experten des Instituts besprochen. Dabei nutzten die Teilnehmer die Gelegenheit, zahlreiche Fragen rund um Ausdauertraining, Trainingssteuerung und sportliche Leistungsfähigkeit zu stellen. Auch Themen aus dem Alltag vieler junger Sportler kamen zur Sprache, etwa Ernährung im Leistungssport oder der Einsatz von Nahrungsergänzungsmitteln wie Proteinpulver oder Kreatin. Die offene Diskussion ermöglichte den Jugendlichen einen differenzierten Blick auf Chancen und Grenzen solcher Mittel. Zeitlich passte die Exkursion besonders gut: Nur wenige Tage später stand für den Sportkurs eine Klausur zum Thema „Ausdauertraining“ auf dem Programm. Die praktischen Eindrücke dürften dabei eine wertvolle Ergänzung zur Theorie darstellen.
Sportlehrer Daniel Hornuß zeigte sich sehr zufrieden mit dem Ausflug: „Die Fahrt war äußerst gelungen, weil die im Unterricht erarbeitete Theorie hier praxisnah umgesetzt wurde.“ Der Austausch mit einem Experten aus der Sportmedizin sei für die Schülerinnen und Schüler besonders aufschlussreich gewesen.

