Leinen los, Kurs setzen und Verant­wor­tung überneh­men: 25 Schüle­rin­nen und Schüler des Fürsten­­berg-Gymna­­si­ums verbrach­ten vom 19. bis 24. Juli eine beson­de­re Studi­en­wo­che in Zadar. Im Mittel­punkt standen das Erler­nen des Segelns, die Übernah­me von Verant­wor­tung und das gemein­sa­me Unter­wegs­sein als Crew.

Organi­siert und beglei­tet wurde die Fahrt von den Sport­leh­rern Lucien Honti, Daniel Götze und Verena Glunz, die die Segel­boo­te selbst als Skipper führten und die Donau­eschin­ger Schüler­grup­pe während des Törns anleiteten.

Zunächst standen die theore­ti­schen Grund­la­gen auf dem Programm: Nauti­sche Begrif­fe, Seekar­ten und Kursbe­rech­nun­gen waren ebenso Thema wie Vorfahrts­re­geln, Schiffs­be­leuch­tun­gen, Gefah­ren­stel­len, Funksprü­che und zahlrei­che Seemanns­kno­ten. Anschlie­ßend stell­ten sich alle 25 Teilneh­mer der Prüfung für die kroati­sche Segel­li­zenz – und bestan­den sie erfolg­reich. Neben den theore­ti­schen Kennt­nis­sen waren dabei auch gute Englisch­kennt­nis­se gefragt.

Auf dem Mittel­meer konnten die Jugend­li­chen das Gelern­te unmit­tel­bar anwen­den. Beim Segel­set­zen, Navigie­ren und Durch­füh­ren verschie­de­ner Manöver zeigte sich schnell, dass an Bord jeder Einzel­ne Verant­wor­tung überneh­men muss. Nur durch gute Abspra­chen und zuver­läs­si­ge Zusam­men­ar­beit konnte die Crew sicher auf Kurs bleiben. Selbst­stän­dig­keit, Verant­wor­tungs­be­wusst­sein und Teamgeist wurden so nicht nur vermit­telt, sondern unmit­tel­bar erlebt.

Für beson­de­re Momen­te sorgte die gegen­über dem Südschwarz­wald doch anders gearte­te kroati­sche Insel­welt. Die Jugend­li­chen entdeck­ten beein­dru­cken­de Landschaf­ten, verbrach­ten gemein­sa­me Abende an Bord und konnten sogar Delfi­ne beobach­ten. Nachts wurde das Meer durch leuch­ten­des Plank­ton zu einem beson­de­ren Naturschauspiel.

Am Ende war aus einer Gruppe von 25 Schüle­rin­nen und Schülern eine einge­spiel­te FG-Crew gewor­den. Die bestan­de­ne Prüfung war dabei nur ein Teil des Erfolgs. Die vielleicht wichtigs­te Erfah­rung lag darin, dass gemein­sa­mer Erfolg an Bord nur funktio­niert, wenn jeder Verant­wor­tung übernimmt und sich auf die anderen verlas­sen kann.