Wie entsteht eigent­lich ein Lack? Welche chemi­schen Prozes­se stecken dahin­ter? Und welche beruf­li­chen Perspek­ti­ven bietet ein moder­nes Chemie­un­ter­neh­men? Auf diese Fragen suchten die Schüle­rin­nen und Schüler unseres Chemie-Basis­­kur­­ses Antwor­ten. Fündig wurden die Jugend­li­chen dann Anfang Juli bei einer Betriebs­er­kun­dung der Firma FreiLacke.

Das Döggin­ger Unter­neh­men bot der FG-Schüler­­grup­­pe einen umfas­sen­den Einblick in die Arbeits­welt eines inter­na­tio­nal tätigen Lackher­stel­lers. Nach einer Sicher­heits­ein­wei­sung und dem Anlegen der erfor­der­li­chen Schutz­aus­rüs­tung führte das Team von FreiLa­cke durch die Produk­ti­ons­an­la­gen. In der Nasslack­fer­ti­gung wurden die einzel­nen Herstel­lungs­schrit­te anschau­lich erläu­tert, bevor die Gruppe die Logis­tik und anschlie­ßend die Pulver­lack­pro­duk­ti­on kennen­ler­nen durfte. Dabei erfuh­ren die Gymna­si­as­ten auch, worin sich Nassla­ckie­rung und Pulver­be­schich­tung unterscheiden.

„Für den Kurs war es beson­ders wertvoll zu erleben, wie die im Unter­richt behan­del­ten chemi­schen Inhal­te in einem moder­nen Indus­trie­be­trieb praktisch angewen­det werden“, beton­te der beglei­ten­de Chemie­leh­rer Ulrich Wachter. Solche Erfah­run­gen würden aus seiner Sicht verdeut­li­chen, dass natur­wis­sen­schaft­li­ches Wissen über das Klassen­zim­mer hinaus relevant sei.

Beson­ders praxis­nah wurde es zuletzt dann im Labor: Dort durfte jeder seinen eigenen Flaschen­öff­ner in einer Wunsch­far­be pulver­be­schich­ten und anschlie­ßend im Ofen aushär­ten lassen. Zusätz­lich gab es für die Baare­mer Gymna­si­as­ten noch Infor­ma­tio­nen zu Ausbil­dungs­be­ru­fen und dualen Studi­en­gän­gen im Unter­neh­men sowie eine vertie­fen­dee Einfüh­rung in die chemi­schen Grund­la­gen der Lackherstellung.