Wie entsteht eigent­lich ein Roman? Und was passiert, bevor ein ferti­ges Buch in den Regalen der Buchhand­lun­gen steht? Diesen Fragen gingen all unsere Fünft­kläss­ler Mitte Oktober bei einem Besuch der Stadt­bi­blio­thek Donau­eschin­gen nach. Anlass war der Frede­rick­tag 2026, das landes­wei­te Litera­­tur- und Leseför­der­pro­jekt zur Stärkung der Lese- und Medien­kom­pe­tenz von Kindern und Jugendlichen.

Dort erwar­te­te die jungen Gymna­si­as­ten ein beson­de­res Erleb­nis: die Begeg­nung mit der Berli­ner Kinder­buch­au­to­rin Annika Schef­fel. Sie gab Einbli­cke in ihre Arbeit als Schrift­stel­le­rin und zeigte, wie viel mehr zur Entste­hung eines Romans gehört, als einfach eine Geschich­te aufzu­schrei­ben. Von den ersten Ideen beim Brain­stor­ming über die Überar­bei­tung und das Lekto­rat bis zur Gestal­tung des Buchco­vers erfuh­ren die Fünft­kläss­ler, welche Arbeits­schrit­te nötig sind, bevor ein Manuskript schließ­lich gedruckt wird und seinen Weg in den Buchhan­del findet.

Natür­lich kam auch die Litera­tur selbst nicht zu kurz: Annika Schef­fel las spannen­de Passa­gen aus ihrem Roman „Sommer auf Solupp“ vor und nahm die jungen Zuhörer mit in die Welt ihrer Geschich­te. Die Kinder verfolg­ten die Lesung aufmerk­sam und nutzten die Gelegen­heit, eine Schrift­stel­le­rin einmal persön­lich kennen­zu­ler­nen und Fragen zu stellen.

Dass der Besuch Eindruck hinter­ließ, zeigte sich spätes­tens zum Abschluss: Bei der Autogramm­run­de bilde­te sich eine lange Schlan­ge. Viele Schüler wollten sich eine persön­li­che Erinne­rung an die Begeg­nung sichern.

Der Frede­rick­tag ist das landes­wei­te Litera­­tur- und Lesefest Baden-Württe­m­­bergs. Es wurde 1997 ins Leben gerufen und findet jedes Jahr im Oktober statt. Mit Lesun­gen, Schreib­werk­stät­ten und weite­ren Aktio­nen soll es Kinder und Jugend­li­che für Bücher und Geschich­ten begeis­tern, ihre Lesekom­pe­tenz stärken und die Freude am Lesen fördern. Namens­ge­ber ist die Maus „Frede­rick“ aus dem gleich­na­mi­gen Kinder­­buch-Klassi­ker von Leo Lionni, die Wörter und Farben sammelt, um anderen damit durch den Winter zu helfen.