Die deutsch-franzö­­si­­sche Freund­schaft ist keine Selbst­ver­ständ­lich­keit. Daran erinner­ten Mitte Oktober Schüle­rin­nen und Schüler des Fürsten­­berg-Gymna­­si­ums und des Lycée du Haut-Barr aus Saver­ne bei einer gemein­sa­men Gedenk­fei­er auf dem Ehren­fried­hof Allmends­ho­fen. Unter dem Motto „Vom Feind zum Freund“ setzten die Jugend­li­chen auch in diesem Schul­jahr ein Zeichen für Frieden, Verstän­di­gung und ein gemein­sa­mes Europa.

Donau­eschin­ger Oberbür­ger­meis­ter Erik Pauly begrüß­te die deutschen und franzö­si­schen Schüler sowie ihre Begleit­lehr­kräf­te und Vertre­ter der betei­lig­ten Organi­sa­tio­nen. Einst seien Deutsch­land und Frank­reich erbit­ter­te Feinde gewesen, heute verbin­de beide Länder eine enge Partner­schaft, beton­te Pauly. Die Städte­part­ner­schaft zwischen Donau­eschin­gen und Saver­ne zeige, wie aus der gemein­sa­men Geschich­te eine Freund­schaft entste­hen könne. Zugleich liege es an der jungen Genera­ti­on, diese weiterzutragen.

Im Anschluss legten Pauly und Bernhard Diehl, Geschäfts­füh­rer des Bezirks­ver­bands Südba­den der Deutschen Kriegs­grä­ber­für­sor­ge, gemein­sam mit einem deutschen und einem franzö­si­schen Schüler einen Kranz nieder. Danach betei­lig­ten sich die Jugend­li­chen an der Pflege der Gräber auf dem Ehrenfriedhof.

Für die Donau­eschin­ger Gymna­si­as­ten und ihre franzö­si­schen Partner begann damit eine mehrtä­gi­ge Drittort­be­geg­nung in Lenggries. Über mehre­re Tage leben und lernen sie dort gemein­sam und nehmen an Workshops und Aktivi­tä­ten teil. Abseits ihres gewohn­ten Schul­all­tags sollen persön­li­che Begeg­nun­gen Vorur­tei­le abbau­en und das gegen­sei­ti­ge Verständ­nis stärken.

Die Begeg­nung wurde auch in diesem Schul­jahr unter anderem vom Deutsch-Franzö­­si­­schen Jugend­werk, den Städten Donau­eschin­gen und Saver­ne sowie dem Volks­bund Deutsche Kriegs­grä­ber­für­sor­ge wohlwol­lend unterstützt.