Seit inzwi­schen 13 Jahren pflegt das Fürsten­­berg-Gymna­­si­um einen Schüler­aus­tausch mit der IES Alhen­dín aus der Nähe von Grana­da im südspa­ni­schen Andalu­si­en. In diesem Schul­jahr waren die spani­schen Gäste acht Tage lang in Donau­eschin­gen zu Besuch und erleb­ten dabei ein abwechs­lungs­rei­ches Programm, das ihnen die Baar und den südba­di­schen Alltag ihrer Austausch­part­ner näherbrachte.

Auf dem Plan standen unter anderem ein Rundgang durch Donau­eschin­gen mit Besuch der Donau­quel­le, ein Empfang im Rathaus, ein Besuch im Zunft­mu­se­um sowie gemein­sa­mes Eislau­fen auf der Outdoor-Eisbahn in Blumberg. Auch sport­li­che und gesel­li­ge Aktivi­tä­ten wie Kegeln und Fußball­spie­len machten es den deutschen und spani­schen Jugend­li­chen leicht, sich näher kennen­zu­ler­nen. Ergänzt wurde das Programm durch Ausflü­ge zu den Triber­ger Wasser­fäl­len und den dorti­gen Museen, nach Freiburg mit Münster­be­such, Stadt­rund­gang und Bummel sowie nach Villingen.

Schon nach kurzer Zeit wuchs die Gruppe sicht­lich eng zusam­men. Die Verstän­di­gung funktio­nier­te dabei meist mit einem Mix aus Englisch und Spanisch. Für die betei­lig­ten Jugend­li­chen bot sich so immer wieder die Gelegen­heit, ihre im Unter­richt erwor­be­nen Sprach­kennt­nis­se in realen Situa­tio­nen anzuwen­den. Für den gemein­sa­men Abschluss­abend in der Schule mit großem Buffet gestal­te­ten die spani­schen Schüle­rin­nen und Schüler eigens das Programm.

Ein beson­de­res Erleb­nis für viele Gäste aus Andalu­si­en war auch in diesem Schul­jahr der Schnee. Einige von ihnen sahen zum ersten Mal in ihrem Leben eine verschnei­te Landschaft. An den freien Tagen nutzten deshalb mehre­re Gastfa­mi­li­en die Gelegen­heit für zusätz­li­che Ausflü­ge, etwa auf den Feldberg. Auch die schwä­­bisch-aleman­­ni­­sche Fasnacht weckte großes Inter­es­se: Viele der spani­schen Jugend­li­chen besuch­ten Umzüge oder andere närri­sche Veran­stal­tun­gen auf der Baar und lernten so eine kultu­rel­le Tradi­ti­on kennen, die es in dieser Form in ihrer Heimat nicht gibt.

Spanisch­leh­re­rin Anna-Lena Eipper, die den Austausch beglei­tet, zieht ein positi­ves Zwischen­fa­zit: „Es ist immer wieder schön zu sehen, wie schnell aus anfäng­li­cher Zurück­hal­tung echte Freund­schaf­ten entste­hen.“ Solche Begeg­nun­gen würden den Jugend­li­chen zeigen, dass Sprachen­ler­nen weit mehr ist als Vokabeln und Gramma­tik. „Es öffnet Türen zu anderen Menschen und Kultu­ren“, so Eipper. Der Gegen­be­such der Donau­eschin­ger Gymna­si­as­ten ist für Anfang Mai 2026 geplant. Sowohl die deutschen als auch die spani­schen Schüle­rin­nen und Schüler blicken dem zweiten Teil des Spani­en-Austauschs bereits mit großer Vorfreu­de entgegen.