Mit insge­samt 114 Schüle­rin­nen und Schülern unserer Klassen­stu­fe 6 hat das FG Anfang Novem­ber einen Besuch im Theater am Ring in Villin­gen unter­nom­men. Auf dem Spiel­plan stand „Die erstaun­li­chen Abenteu­er der Pauli­na Schmitt“, ein Bühnen­stück, das sich mit Themen ausein­an­der­setzt, die im Alltag vieler Kinder präsent sein können – Trennung, Verlust, Krank­heit, Freund­schaft und Mut.

Im Zentrum der Handlung steht Mauli­na Schmitt, die sich selbst als Prinzes­sin von „Maulda­wi­en“ sieht. Ihr bisher perfek­tes König­reich gerät ins Wanken, als sich ihre Eltern trennen. Der Umzug in eine neue, ungewohn­te Wohnung und der Wechsel an eine andere Schule verschär­fen ihre Situa­ti­on. In der ersten Einschät­zung fällt ihr Urteil über die neue Umgebung gnaden­los aus – nur „popel­fres­sen­de Einzeller“, wie sie es nennt. Trost findet sie bei neuen Freun­den, allen voran Paul und Mona, mit denen sie versucht, das Famili­en­glück wieder­her­zu­stel­len. Doch plötz­lich tritt eine unheil­ba­re Krank­heit ihrer Mutter ins Zentrum des Gesche­hens und zwingt Mauli­na dazu, sich der Reali­tät zu stellen. Das Stück zeigte hier eindrucks­voll, dass Zusam­men­halt, Vertrau­en und Mut auch in schwe­ren Zeiten tragen können.

„Uns war bewusst, dass sowohl die Trennungs­the­ma­tik als auch der Umgang mit schwe­rer Krank­heit anspruchs­vol­le Inhal­te darstel­len“, sagt Deutsch­leh­re­rin Julia Kiefer. Daher wurde das Theater­stück im Deutsch­un­ter­richt von den beglei­ten­den Deutsch-Lehrkräf­­ten vor- und nachbe­rei­tet, um die Eindrü­cke der Schüle­rin­nen und Schüler pädago­gisch aufzu­fan­gen. Die Insze­nie­rung wurde von den Lehrkräf­ten als alters­ge­recht empfun­den, auch wenn die Darstel­lung der an Multi­pler Sklero­se erkrank­ten Mutter, die am Ende stirbt, emotio­nal sehr inten­siv war.

Trotz der ernsten Themen fand das Stück bei den meisten Donau­eschin­ger Gymna­si­as­ten großen Anklang. Gelobt haben sie vor allem die überzeu­gen­de schau­spie­le­ri­sche Leistung, das atmosphä­risch gestal­te­te Bühnen­bild und die gelun­ge­ne musika­li­sche Begleitung.